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Ein paar Benimmregeln für einen Englandaufenthalt

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Wenn Sie in England als Ausländer weniger (oder aber positiv) auffallen möchten, lohnt es sich, einige kleine, aber wichtige Alltagsregeln zu beachten. Die Engländer werden es Ihnen danken!

Die Engländer sind im Allgemeinen sehr höflich und reserviert. Nicht „please“ oder „thank you“ zu sagen, wird als schlechtes Benehmen registriert – benutzen Sie Beides im Zweifelsfall also lieber eher zu häufig als zu wenig.
Ähnlich verhält es sich mit „sorry“: Die Engländer neigen dazu, sich für die kleinstmögliche Unannehmlichkeit zu entschuldigen. Wenn man etwa gezwungen ist, dicht an einer anderen Person vorbeizugehen, sie gar zu streifen, erzwingt dies unweigerlich ein „Sorry!“. Nicht selten, wenn man versehentlich jemanden im Vorbeigehen berührt oder gar gestoßen hat, entschuldigt sich sogar das "Opfer" ebenfalls mit „Sorry!“

Türen werden Entgegenkommenden oder Nachfolgenden meist rücksichtsvoll aufgehalten und man lässt Anderen prinzipiell den Vortritt.

Das berühmte Schlangestehen, sei es an Bushaltestellen, Fish’n Chips-Buden oder in öffentlichen Toiletten, gilt als selbstverständlich – unvorstellbar, sich einfach vorzudrängen, selbst wenn vermutlich keiner der Wartenden laut, sondern eher verhalten schimpfen würde.
Deutsche Autofahrer sollten sich in England auf ein meist defensives Fahrverhalten einstellen – man gewährt z.B. anderen das Einfädeln, hält genügend Abstand ohne zu drängeln und betätigt die Hupe nur im äußersten Notfall.

Dass man nicht mit vollem Mund beim Essen spricht oder erst zu essen beginnt, wenn alle anfangen, versteht sich eigentlich von selbst. Zu einer privaten Einladung zum Essen werden Blumen, Pralinen und/oder eine Flasche guten Weines mitgebracht (der allerdings nicht selten gleich darauf zur Mahlzeit geöffnet wird!).

Suppe wird traditionell nach „außen“ gelöffelt, also nicht auf den Körper zu (etwas übungsbedürftig!). Heiße Süßspeisen wie Puddings mit Custard (Vanillesauce) werden ebenfalls mit einem großen Löffel verspeist. Um zu zeigen, dass man satt ist, legt man Gabel und Messer parallel seitlich auf den Teller.

Die formale Begrüßung ist: “How do you do?” – was man aber nicht als Frage, die eine ehrliche, ausführliche Antwort verlangt, missverstehen darf. Die korrekte Antwort lautet hier ebenfalls “How do you do?”, wobei man sich die Hand gibt. Andere formale Begrüßungsformeln sind: “Nice to meet you  - Nice to meet you too”, oder: “Pleased to meet you  - Pleased to meet you too”.

“How are you?” wiederum ist wirklich eine Frage, auf die allerdings keine detaillierte Antwort erwartet wird. Normalerweise wird entgegnet: “I am fine, thank you – and you?” Oder : “Very well / Not too bad…”, jedoch nicht ausführlicher.
Informell begrüßt man sich mit: “Hi” oder “Hello”, “Morning / Afternoon / Evening”.
Auch wenn Spaziergänger sich begegnen, begrüßen sie sich meist mit einem „Hi“ oder „Hello“.
Eine fremde Person begrüßt man mit Handschlag. Nur gute Freunde begrüßen sich mit Wangenkuss – oft nur mit einem.

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